Grünes Spargelrisotto | Bärlauch | Zitrone | Haselnuss

Warum Grünes Spargelrisotto jedes Jahr wieder auf den Tisch gehört

Sobald die Spargelsaison beginnt, landet bei uns ziemlich schnell ein grünes Spargelrisotto auf dem Tisch. Nicht nur, weil grüner Spargel unglaublich vielseitig ist, sondern weil kaum ein anderes Gericht den Frühling so gut einfängt wie ein cremiges Risotto mit frischen Kräutern, Zitrone und guten Röstaromen.

Viele Spargelrisotti haben allerdings ein Problem: Sie schmecken am Ende oft hauptsächlich nach Reis mit ein paar Spargelstücken. Genau deshalb wollte ich dieses grüne Spargelrisotto etwas anders aufbauen. Der Spargel wird hier nicht einfach gekocht und untergehoben, sondern zuerst kräftig angebraten. Dadurch entstehen Röstaromen und deutlich mehr Tiefe. Anschließend bildet der Spargel zusammen mit frischem Bärlauch die eigentliche Basis des Risottos.

Das Ergebnis ist ein grünes Spargelrisotto, das intensiv nach Spargel schmeckt, gleichzeitig aber frisch, cremig und erstaunlich leicht wirkt.

Grüner Spargel bringt deutlich mehr Röstaromen mit

Im Vergleich zu weißem Spargel wirkt grüner Spargel oft etwas rustikaler und kräftiger. Genau das macht ihn perfekt für ein Risotto. Grüner Spargel verträgt hohe Hitze, Röstaromen und kräftige Zutaten deutlich besser. Während weißer Spargel schnell elegant und fein bleibt, darf grüner Spargel ruhig etwas Charakter entwickeln.

Gerade das Anbraten im Ganzen macht hier einen großen Unterschied. Der Spargel bekommt Farbe, leichte Röstaromen und eine fast nussige Tiefe. Erst danach werden die Spitzen abgeschnitten und für das spätere Anrichten beiseitegelegt. Der restliche Spargel landet zusammen mit Bärlauch im Mixer und wird zu einer intensiv grünen Creme verarbeitet.

Dadurch entsteht nicht einfach nur ein Risotto mit Spargelstücken, sondern ein wirkliches grünes Spargelrisotto, bei dem sich das Aroma durch das gesamte Gericht zieht.

Warum Bärlauch perfekt zu Spargel passt

Bärlauch gehört für mich zu diesen Zutaten, die man sehr gezielt einsetzen sollte. Zu viel davon und plötzlich schmeckt alles nur noch nach Knoblauch. Genau deshalb funktioniert er in diesem grünen Spargelrisotto so gut: Er unterstützt den Spargel, ohne ihn zu überdecken.

Vor allem die Kombination aus Bärlauch und Zitrone sorgt dafür, dass das Risotto trotz Butter und Parmesan angenehm frisch bleibt.

Wichtig ist allerdings, den Bärlauch nicht mitzukochen. Wird er zu lange erhitzt, verliert er nicht nur seine intensive grüne Farbe, sondern auch viel Aroma. Zusammen mit dem angebratenen Spargel püriert bleibt der Geschmack dagegen deutlich klarer und frischer.

Die eigentliche Stärke eines guten Risottos

Ein gutes grünes Spargelrisotto lebt nicht nur von den Zutaten, sondern vor allem von der Konsistenz. Das Risotto soll cremig sein, aber nicht schwer. Der Reis soll noch leichten Biss haben und trotzdem vollständig von der Sauce umhüllt werden.

Genau deshalb lohnt es sich, beim Risotto etwas Geduld mitzubringen. Der Fond wird nach und nach angegossen und nicht einfach komplett auf einmal hineingeschüttet. Dadurch gibt der Reis langsam Stärke ab und sorgt später für diese typische cremige Konsistenz.

Besonders spannend wird es dann beim Montieren. Erst ganz am Ende kommen Butter, Parmesan und die Spargel-Bärlauch-Creme dazu. Dadurch bleibt die Farbe intensiv grün und das Risotto bekommt genau diese cremige, fast seidige Konsistenz.

Die Zitrone spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie bringt Frische und hebt die grünen Aromen an, ohne dass das Gericht zu schwer wirkt. Gerade bei cremigen Risotti macht ein wenig Säure oft den entscheidenden Unterschied.

Haselnüsse machen aus gutem Risotto ein richtig gutes Risotto

Was diesem Grünen Spargelrisotto am Ende die letzte Spannung gibt, sind die gerösteten Haselnüsse. Cremige Gerichte profitieren fast immer von etwas Crunch und genau dafür sorgen die Nüsse.

Dazu kommt ihre leichte Süße und die nussige Aromatik, die hervorragend mit den anderen Komponenten harmoniert.

Wichtig ist es, dass die Haselnüsse leicht angeröstet werden. Sie werden dadurch nicht nur bekömmlicher, es entsteht fast eine kleine Nussbutter-Aromatik, die dem Risotto zusätzliche Tiefe verleiht.

Zusammen mit den angebratenen Spargelspitzen entsteht dadurch ein Gericht, das trotz weniger Komponenten erstaunlich komplex wirkt.

Grünes Spargelrisotto ist genau die Art von Frühlingsküche, die Spaß macht

Vielleicht ist genau das das Schönste an diesem grünen Spargelrisotto: Es wirkt besonders, ohne kompliziert zu sein. Kein Fine Dining mit zwanzig Komponenten, sondern ehrliche Frühlingsküche mit guten Produkten und sauberem Handwerk.

Ein cremiges Risotto, ein Glas Weißwein und ein warmer Abend auf dem Balkon oder Terrasse, viel mehr braucht es manchmal eigentlich nicht.


FAQ zu Grünes Spargelrisotto

Kann ich das Grüne Spargelrisotto vorbereiten?

Risotto schmeckt frisch zubereitet am besten. Die Spargel-Bärlauch-Creme kann allerdings problemlos vorbereitet werden.

Warum wird der Spargel zuerst angebraten?

Durch das Anbraten entstehen Röstaromen und ein intensiverer Spargelgeschmack. Außerdem bekommt das Risotto dadurch mehr Tiefe.

Kann ich den Bärlauch ersetzen?

Ja, alternativ funktionieren:
– junge Spinatblätter
– Petersilie
– Basilikum.
Der Geschmack verändert sich dadurch allerdings deutlich und du solltest ggf. noch eine kleingehackte Knoblauchzehe am Anfang mit anschwitzen.

Welche Reissorte eignet sich für Risotto?

Am besten funktionieren klassische Risottoreissorten wie:
– Carnaroli
– Arborio.
Sie geben ausreichend Stärke ab und bleiben trotzdem bissfest.

Grünes Spargelrisotto mit Bärlauch und Haselnüssen

Grünes Spargelrisotto | Bärlauch | Zitrone | Haselnuss

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Dieses grüne Spargelrisotto verbindet cremigen Risottoreis mit intensivem Spargelgeschmack, frischem Bärlauch und gerösteten Haselnüssen. Der Spargel wird dabei nicht einfach nur untergehoben, sondern bildet zusammen mit Bärlauch die aromatische Basis des Risottos. Das Ergebnis ist ein modernes Frühlingsgericht zwischen italienischer Comfort-Food-Küche und feiner Bistroküche.
Gericht Hauptgericht
Küche Italienisch
Keyword Bärlauch, Risotto, Spargel, Spargelrisotto
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten
Portionen 2 Personen

Zutaten

  • 250 g Risottoreis (Carnaroli oder Arborio)
  • 500 g grüner Spargel
  • 1 kleine Schalotte
  • 800 ml Gemüsefond
  • 100 ml Weißwein
  • 50 g kalte Butter
  • 50 g Parmesan
  • 8-10 Blätter Bärlauch
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 EL Haselnüsse
  • gutes Olivenöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer

Anleitungen

  • Die holzigen Enden des grünen Spargels entfernen.
  • Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den grünen Spargel im Ganzen kräftig anbraten, bis leichte Röstaromen entstehen.
  • Anschließend die Spargelspitzen abschneiden und für das spätere Anrichten beiseitelegen. Den restlichen Spargel in kleine Stücke schneiden.
  • Den angebratenen Spargel zusammen mit dem Bärlauch, etwas Olivenöl und 1–2 Kellen heißem Gemüsefond fein pürieren. Die Creme sollte leuchtend grün und möglichst glatt sein.
  • Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Öl oder alternativ bei 200 °C für ca. 10 Minuten im Backofen rösten.
  • Die Schalotte fein würfeln und in etwas Olivenöl glasig anschwitzen. Den Risottoreis hinzufügen und 1–2 Minuten mit anschwitzen, bis die Körner leicht glasig werden.
  • Mit Weißwein ablöschen und unter Rühren einkochen lassen.
  • Nun nach und nach heißen Gemüsefond hinzufügen. Dabei immer erst neuen Fond angießen, wenn die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen wurde. Das Risotto regelmäßig umrühren.
  • Nach etwa 15–16 Minuten die Spargel-Bärlauch-Creme unter das Risotto rühren und weitere 2–3 Minuten cremig ziehen lassen.
  • Anschließend Butter, fein geriebenen Parmesan und etwas Zitronenzeste unterrühren.
  • Mit Salz, schwarzem Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.

Anrichten

Das grüne Spargelrisotto auf tiefe Teller geben und mit den gebratenen Spargelspitzen anrichten.
Mit gerösteten Haselnüssen, zusätzlichem Parmesan, etwas Zitronenzeste und einem guten Schuss Olivenöl servieren.

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